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Empathie und technischer Fortschritt

Ist die Menschlichkeit in unserer zukünftigen digitalen Welt noch wichtig? Das ist eine Frage, die sich Geschäftsführer immer öfter stellen. Dabei ist Menschlichkeit wichtiger als je zuvor. Doch wie passen Menschlichkeit und technischer Fortschritt zusammen? Mensch bleiben, empathisch sein und die Zukunft mitzubestimmen ist kein Widerspruch. Im Gegenteil, in vielfacher Hinsicht gibt uns das neue Arbeiten wieder mehr Möglichkeiten, nicht nur Arbeiter und Chef, sondern auch Mensch zu sein. Doch gilt das auch unabhängig vom Arbeitsplatz – in der Stadt genauso wie auf dem Land? Nicht der Mensch ist es schließlich, der dem Arbeiten in ländlichen Regionen Steine in den Weg legt, sondern die Technik – Stichwort Breitband.

 Wenn Chefs zu Transformern werden müssen

Transformer? Als Chef? Auch Detlev Artelt, CEO der aixvox, scherzt im Livestream der EOA17 auf der CeBIT: „Bei Transformern hab ich natürlich den Typen von Halle 5 im Sinn“. Nein, diesen hochtechnisierten Transformer meint Kai Heddergott natürlich genauso wenig wie die Spielzeug-Action-Figuren, die sich von Fahrzeugen in Roboter verwandeln lassen. Sein Topic im Interview ist: „Wenn Chefs zu Transformern werden müssen – Kompetenzbedarf für Entscheider in Zeiten des digitalen Wandels“.

Mit der digitalen Transformation geht auch eine Transformation der Arbeits- und Denkweise einher. Vor allem Geschäftsführer müssen sich „transformieren“ und sich stetig an die neue Technologie anpassen. Es ist ihre Aufgabe, ihre Mitarbeiter dahin zu leiten, dass Technik nicht mehr distanziert betrachtet wird, sondern als Hilfsmittel angesehen und akzeptiert wird. Flexibilität und das Verständnis zur Veränderungsfähigkeit eines Unternehmens versprechen Erfolg.

Nimmt das Management den Mitarbeiter also „an die Hand“ und zeigt, wie die noch fremde und neue Technologie funktioniert und wie man Soziale Netzwerke einsetzt, wird dies zu einer positiven Resonanz führen. Am besten funktioniert das Anleiten daher mit viel Empathie. Der Geschäftsführer hat also nicht nur die Aufgabe, mit den digitalen Medien umgehen zu können, sondern sie den Mitarbeitern emphatisch zu erklären, sodass sie in Unternehmen erfolgreich integriert werden können. Das Problem einer falschen und fehlenden Kommunikation innerhalb der Unternehmen kann so gelöst werden: Sobald die vorherige Angst vor der Digitalisierung im Unternehmen beseitigt ist, erkennt der Mitarbeiter, dass die Technologien wie u.a. Kommunikationstools die Arbeit vereinfachen und unterstützen.

Work-Life-Balance

Arbeit, Familie, Sport und Hobbys unter einen Hut zu bekommen, war immer so gut wie unmöglich. Sobald man in das Arbeitsleben einstieg, mussten Abstriche gemacht werden. Das verändert die digitale Transformation: Man kommt der perfekten Work-Life-Balance näher! Eine freie Einteilung seiner Tätigkeiten erhält man nun durch die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten und dadurch, dass nicht die Zeit, sondern die Leistung gemessen wird. Eine gute Work-Life-Balance ist also gar nicht mehr utopisch. Momentan bevorzugen Unternehmen eine Mischung aus Home-Office und Arbeiten im Büro.

Kai Heddergott berichtet in seinem EOA-Interview auf der CeBIT noch viele spannende Ereignisse und zeigt Ansätze auf wie Mitarbeitern die neuste Technologie näher gebracht werden kann.

Rahmenbedingungen schaffen

Um das neue und kollaborative Arbeiten zu erreichen, müssen die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Geschäftsleitung muss zu aller erst seine Mitarbeiter wie oben genannt an die neuen Technologien heranführen und Verständnis schaffen. Als nächster Schritt ist es wichtig, dass der Geschäftsführer sich daran gewöhnen muss, dass seine Mitarbeiter sich ihre Zeit zum Arbeiten selber einteilen können. Das Aufbrechen alter Strukturen, die Anpassung des Managements und vor allem ein leistungsstarkes Breitband-Internet sind weitere Rahmenbedingungen. Dabei sollte das Breitband nicht nur in stadtnahen und -internen Unternehmen funktionieren: Vor allem auf dem Land ist es wichtig, um die Work-Life-Balance auch in der Praxis leben zu können.

Wie Breitband auf dem Land durch Politik und Wirtschaft hergestellt werden kann sowie weitere Rahmenbedingungen des neuen Arbeitens, erfahren Sie in dem Interview mit Roland Panter.

 

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