Microsoft Lync und Telefonanlage im Zusammenspiel

Microsoft-Lync-und-Telefonanlage-im-ZusammenspielFür eine Koexistenz von klassischer Telefonanlage und Microsoft Lync hat sich die rose plastic AG in Hergensweiler bei Lindau am Bodensee entschieden. Bereits seit 2005 setzt das Unternehmen in der internen Kommunikation auf Microsoft-Produkte – zuletzt auf den Microsoft Office Communications Server R2. Um jetzt von den neuesten Features von Microsoft Lync zu profitieren, holte sich das weltweit agierende Unternehmen für Kunststoffverpackungen die Spezialisten von datac Kommunikationssysteme ins Haus.

Die Herausforderung

„Da wir hervorragende Verträge für die Telefonie haben und die Hardware, eine Siemens HiPath 3000, vorhanden ist, stand von Anbeginn fest, dass wir Microsoft Lync nicht auch für die Telefonie einsetzen werden”, erläutert Frank Hohensee, Leiter IT bei rose plastic. Die Kosten einer Komplettumstellung und die Herausforderung, Ausfallsicherheit bei zehn Standorten weltweit über eine IP-Lösung zu garantieren, waren weitere Kriterien für diese Entscheidung. „Über das Microsoft Enterprise Agreement ist Lync für uns jedoch grundsätzlich ein interessantes Produkt, wir können es für alle User einsetzen, da die Basislizenzen bereits im Vertrag enthalten sind”, betont Hohensee. Zum Einsatz kommt Lync vor allem bei Videokonferenzen und mit den Presence-Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens – in der Technik, im Vertrieb, im Einkauf, in der Produktion oder in der Verwaltung. Die Computer-Telefonie wird dabei weiterhin über ein klassisches CTI-Produkt mit der Telefonanlage bereitgestellt. Die Herausforderung für datac bei der Integration: die reibungslose Umsetzung der Koexistenz von klassischer TK und Microsoft Lync.

Die Lösung

Bei rose plastic war datac bereits ein bewährter Partner: Die bestehende CTI-Lösung war von den Augsburgern 2005 umgesetzt worden. „Wir stellten fest, dass datac inzwischen umfassende Erfahrung im Bereich Lync erworben hatte, so war es nur ein logischer Schritt, gemeinsam auch das Lync-Projekt anzupacken”, erklärt Hohensee. Um die Koexistenz von HiPath und Lync bei rose plastic ohne Reibungsverluste zu garantieren, setzte datac ANYNODE als SIP-Gateway ein. Und hier war das spezielle Know-how des Unternehmens gefragt. „Bei der Anbindung von Microsoft Lync an einen SIP-Trunk einer TK-Anlage können nicht immer alle Leistungsmerkmale zuverlässig übertragen werden”, erklärt Matthias Stender, Geschäftsführer datac. „Bei einem unserer ersten Lync Projekte im Jahr 2010 mit SIP-Anbindung ins Amt mussten wir feststellen, dass die Verbindung von Lync und SIP-Trunk über handelsübliche Bordernet-Controller sehr aufwändig zu konfigurieren ist.“ Dass ein „Stück“ Software die Lösung sein könnte, zeigte sich im Gespräch mit TE-SYSTEMS, einem datac-Partner für Software im Bereich von Audiotext und Telekommunikation. Aus dieser gemeinsamen Idee wurde das Produkt ANYNODE, das jetzt auch bei rose plastic „grenzenlose“ Kommunikation möglich macht. Auch Videokonferenzen mit klassischer Voice-Einwahl über die Telefonanlage sollen künftig über diesen Weg von der TK zu Lync laufen können.
Offen ist noch die Nutzung des Lync-Clients für CTI, also die Steuerung des Telefons über die Microsoft-Lösung per Remote Call Control. Um Ausfallsicherheit zu gewährleisten, wird die komplette Lync-Lösung über einen Microsoft Hyper-V Server-Cluster virtualisiert betrieben.

Die Vorteile

„Lync ist schon jetzt aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken”, so Hohensee. Vor allem von der Presence-Funktion habe die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern der Niederlassungen profitiert. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen im Ausland ist einfacher. Treten in einem Projekt Fragen auf, weiß man sofort, wer verfügbar ist und kann ad hoc eine Videokonferenz einberufen.” Auch mit Lieferanten und den Kunden konnte die Kommunikation optimiert werden. Noch sind nicht alle User von rose plastic in das System integriert, der automatisierte Roll-out über den Microsoft System Center Configuration Manager ist jedoch geplant. Und Lync 2013 hat Frank Hohensee auch schon auf dem Plan. „Die Integration von Skype und die Nutzung von Instant Messaging / Presence sowie Audio- und Videokonferenzen mit Smartphones machen Lync 2013 extrem interessant für uns.”

Das Fazit

„Die Zusammenarbeit mit datac lief perfekt.” Im ersten Schritt habe man einen Workshop durchgeführt. Das dann von datac gelieferte Lösungskonzept habe auf Anhieb gepasst, sodass ein schneller Start des Projekts möglich gewesen sei. „Sowohl in der Umsetzungsphase wie auch bei anschließenden Supportanfragen, konnten wir uns immer auf datac verlassen – schnelle Reaktionszeiten und sehr guter Support”, so die abschließende Bilanz von Frank Hohensee.


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Detlev Artelt

Detlev Artelt

Detlev Artelt - CEO, Senior-Consultant, Blogger und Unified Communications & Collaborations Experte. Als Kommunikationsarchitekt und Technologie-Berater seit über 25 Jahren für einen besseren Kundenservice aktiv.

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